Hemitheconyx Caudicinctus leben im westlichen Afrika, von Senegal im Westen bis in den Norden Kameruns. Innerhalb dieses Gebietes bewohnen sie überwiegend die Sahel-. Sudan-, und Guinea- Wüste.
Der westafrikanische Krallengecko (Fat- Tail Gecko) bewohnt drei Vegetationszonen. Innerhalb dieser drei Zonen besiedeln sie Gebiete, die ausreichend Unterschlüpfe bieten. Diese Klimaregionen in denen sie leben sind durch den Wechsel von Trocken- und Regenzeiten geprägt.
Nov.- Feb.: kühle, trockene Phase, Temperaturschwankungen von 10°- 40°Grad.
März- Juli: hohe Temperaturen, mehr Luftfeuchtigkeit
Juni- Okt.: hohe Temperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit, Durchschnittstemperatur 25- 28° Grad.
H. caudicinctus im Detail:
Der westafrikanische Krallengecko hat einen kräftigen Körperbau mit einer KR- Länge von ca. 15,5cm. Die Weibchen sind etwas kleiner und schmäler.
Ein relativ großer, dreieckiger Kopf sitzt auf den breiten Hals, gefolgt von einem genauso kräftigen Rumpf und Schwanz. Die Gliedmaßen sind Verhältnismäßig ehe kurz und erschweren dieser Geckoart das Klettern.
Die Grundfarbe des Fettschwanzgeckos geht von einem blassen beige bis in ein helles Orange. Die Oberseite des Kopfes ist hell- bis dunkelbraun, ein sehr helles Nackenband beginnt hinter den Augen. Mittlerweile gibt es aber schon einige Farbformen wie Albinos, White outs, granits, caramel albinos, patternless etc. .
Zwischen den Ansätzen der Vorder- und Hinterbeine wid die Grundfarbe durch zwei breite, dunkle Streifen unterbrochen.
Der Schwanz weist drei breite dunkelbraune Bänder mit genausobreiten sehr hellen Zwischenräume auf.
Die Unterseite der Tiere ist stets weiß.
Es gibt noch eine zweite natrüliche Zeichnungsform mit einem weißen Dorsalstreifen beginnend beim Hinterkopf bis zum Schwanzansatz.
Die Zeichnung der Jungtiere besteht aus einer kontrastreichen Bänderung, mit einem leuchtenden gelb mit grünlichen Ansatz.
Während des Wachstums erfolgt die Umwandlung in ein helles bis rötliches Beige. Bei Tieren mit späteren Dorsalsteifen sit der bereits nach dem Schlupf ansatzweise zu erkennen.
Verhalten:
Der Fettschwanzgecko ist ein strikt nachtaktiver bodenbewohnender Gecko, der tagsüber unter großen Steinen, toten Holz, Felsen und Erdlöchern schläft.
Bekannt ist das imposante Aggressionsverhalten bei Störungen. Mit durchgestreckten Beinen, hochgéstellten Schwanz, aufgeblähter Kehle, und einem Katzenbuckel öffnet er sein Maul um unter Zischlauten den Angreifer zu beißen.
Haltung:
H. Caudicinctus lebt gerne in Gruppen von max. einem Männchen und einem oder mehreren Weibchen. Ich halte eine Zuchtgruppe von einem Männchen und 2 Weibchen in einem 100x40x40 Terrarium mit einer kleinen "einfachen" Rückwand mit Quetschspalten, da sie keine besonders guten Kletterer sind, einer Wetbox, verschiedenen Höhlenb (Kokosnüsse, Tonhöhlen) sowie einer unterirdischen Höhle die sehr gerne angenommen wird. Außerdem befindet sich eine Wasserschüssel, ein Schüsselchen mit Sepia, sowie mehrere echte und unechte Pflanzen im Terrarium.
Der Bodengrund gestaltet sich aus zwei Bereichen. Im wärmeren Bereich verwende ich ein Sand Lehm Gemisch, im kühleren Bereich ist das Sand Lehm Gemisch mit Kokoshumus gemischt um die Feuchigkeit länger zu speichern.
Die Temperatur erzeugt ein Spot, punktuell bis zu 35°C, im kühleren Bereich ca. 22°C. In der Natur herrscht 10 Monate Trockenzeit, jedoch in den Frühlings/ Sommermonaten steigen die Temperaturen und die Regenzeit beginnt. Diese sollte man auch möglichst im Terrarium einhalten, wobei man keine Regenanlagen benötigt, sondern einfach öfter und ausgiebiger sprühen sollte, wodurch auch die Paarungszeit ausgelöst wird.
Ernährung:
Ich füttere meine Tiere 2-4 mal die Woche, meist mit Heimchen und Grillen. Zur Abwechslung gibt es auch mal Heuschrecken und Waldschaben. Als Zusatz bekommen sie manchmal Wachsmaden oder Mehlwürmer. Dabei nutze ich gleich die Gelegenheit und bestäube die Tiere mit eine Vitamin- und Mineralstoffmischung um für eine ausgewogene Versorgung zu garantieren.
Winterruhe:
Es gibt verschiedene Meinungen über die Winterruhe. Ich habe meiner Gruppe eine Winterruhe von November bis Jänner gegönnt. Dafür habe ich die Temperatur etwas gesenkt, das Terrarium eher trocken gehalten und nur ganz wenig Futter angeboten. Ende jänner habe ich dann alles wieder in den Normalzustand zurückversetzt und ich kann seit dem eine generelle erhöhte Aktivität beobachten. Darum werde ich auch heuer wieder eine Winterruhe abhalten.
Zucht:
H. Caudicinctus wird ab eine Alter von einem Jahr bzw. bei einem Gewicht des Weibchens von 45gramm.
Die Paarungszeit findet in der Natur von November bis März statt, doch in Terrarienhaltung verschiebt sich diese durch unsere klimatischen Bedingungen. Ich habe das auch bei meinen Tieren beobachtet, wo die Paarungsbereitschaft sich eher in den Monaten März bis August verlegt.
