Das Verbreitungsgebiet von Strophurus williamsi erstreckt sich von New South Wales bis ins Zentrum von Queensland (Australien).
Sie sind überwiegend Strauchbewohner, aber auch manchmal am Boden anzutreffen.
Derzeit werden 15 Arten zur Gattung Strophurus gezählt, jede Art besitzt Schwanzdrüsen (daher der Name Drüsenschwanzgecko), aus denen zur Verteidigung ein übelriechendes Sekret abgesondert wird.
Strophurus Williamsi im Detail:
Die Grundfarbe ist hell- bis dunkelgrau und der ganze Körper ist mit vielen kleinen schwarzen Punkten übersäht. Der Rachenbereich und die Zunge sind dunkelblau gefärbt, was sehr imposant bei Drohgebärden wirkt.
S. williamsi erreicht eine Gesamtlänge von etwa 10cm. Weibchen und Männchen sind sehr einfach zu unterscheiden, da die Männchen stark ausgeprägte Hemipenistaschen besitzen.
Haltung:
Ich halte ein Pärchen s. williamsi in einem 40x40x60 Terrarium mit einer gut strukturierten Rückwand, vielen dünnen und dickeren Ästen (max. eine Fingerbreite), einer Wetbox (am Boden), Korkröhren, eine Wasserschale, einer Schale mit Sepia (Kalk) und Kunstpflanzen.
Als Bodengrund verwende ich ein Sand- Lehm Gemisch.
Gesprüht wird einmal täglich abends, damit nachts die Luftfeuchtigkeit etwa bei 70% liegt, untertags liegt sie ungefähr bei 40%. Das Terrarium ist mit UV Licht und einem Spot ausgestattet der punktuell bis 35°C liefert.
Verhalten:
Strophurus Williamsi fühlen sich in Pärchen oder Gruppen sehr wohl. Sie besetzen oft den ganzen Tag zu zweit einen Ast und ich konnte auch noch nie Auseinandersetzungen beobachten.
Mir ist aufgefallen, dass sie "Lieblingsplätze" auswählen, was sich als äußerst praktisch beim Suchen erweist, da sie sich gerne so richtig an die Äste anschmiegen.
Außerdem schlafen sie gerne kopfüber, speziell das Weibchen schläft in der Tragezeit vermehrt kopfüber.
Ernährung:
Adulte Tiere werden 2-3mal pro Woche mit kleinen bis mittleren Heimchen, Grillen oder Heuschrecken gefüttert. Manchmal gibt es auch Wachsmaden oder Mehlwürmer, die ich vorher mit Vitaminen und Mineralien (Kalk!) bestäube um einen gute Versorgung zu garantieren. Kalk ist bei S. Williamsi sehr wichtig, sie haben einen hohen Bedarf, darum sollte auch immer ein Schüsselchen damit parat stehen.
Winterruhe:
November bis Ende Februar. Eine Winterruhe ist bei adulten Tieren sehr empfehlenswert um das Paarungsverhalten anzuregen und vor allem um die Lebensdauer zu verlängern.
Dafür wird nach und nach die Beleuchtung verkürzt, nur das Uv Licht bleibt etwa 6-8 Stunden brennen. Die Temperatur sollte nicht mehr über 18°- 20°C steigen. Gefüttert wird nur ganz selten.
Ich trenne das Pärchen in der Winterruhe um dem Weibchen Zeit zu geben wieder Reserven aufzubauen.
Nach beenden der Winterruhe lasse ich das Pärchen noch ein paar Wochen getrennt um beide wieder ein bisschen anzufüttern, danach dürfen sie natürlich wieder gemeinsam wohnen, was sichtlich eine Freude ist, denn die Paarungsversuche des Männchens lassen nicht lange auf sich warten.
Zucht:
Ich konnte schon mehrmals Paarungen beobachten, zumeist wie oben abgebildet.
Das Weibchen hält sich mit den Vorderbeinen fest an einem Ast an, während das Männchen mit aller Kraft den Körper des Weibchens umklammert bis es zur Paarung kommt, die ich schon über eine Stunde beobachten konnte.
Danach trennten sich stets ihre Wege und sie suchten beide nach Futter.
Die Tragezeit beträgt ungefähr 4- 5 Wochen. Wenn das Weibchen hoch tragend ist, sehe ich sie selten auf ihren gewohnten Plätzen, sondern eher irgendwo kopfüber hängend.
Die Eier werden tief in die Wetbox, die mit Kokoshumus gefüllt ist, eingebraben. Das Weibchen bewacht das im Normalfall paarige Gelege eine Zeit lang, geht aber dann wieder anderen Wegen nach.
Hat die Inkubation der Eier (ca. 27°C) geklappt so schlüpfen zwei etwas dunkler gefärbte Jungtiere mit einer ungefähren Größe von 3- 3,5cm. Sie unterscheiden sich im Erscheinungsbild aber nicht wesentlich von den Adulti.
Nach ein bis drei Tagen beginnen sie mit der Nahrungsaufnahme. Ich halte sie in den ersten 3 Lebensmonaten zusammen, danach trenne ich sie um die Ausprägung des Geschlechts zu unterstützen.
Die ersten paar Tage leben die zwei in hohen Heimchemboxen im Inkubator. Nach den ersten Nahrungsaufnahmen siedeln sie dann in hohe Braplast Dosen um. Das Behältnis sollte nicht zu groß ausfallen da oftmals das Futter nicht gefunden wird und so auch die Nahrungsaufnahme besser kontrolliert werden kann. Wenn die Kleinen futterfest sind können sie in einem Alter von zwei Monaten in vertrauensvolle Hände abgegeben werden.
